EFRHA: Informationen zur Infoveranstaltung der NRHA

(Ramona Billing) Am Samstag fand die erste Informationsveranstaltung der NRHA Germany zum neuen europäischen Förderprogramm in Frankfurt statt. Etwa 40 Mitglieder nahmen daran teil, von denen einige viele Stunden Autofahrt auf sich genommen hatten. Zunächst wurde bestätigt, dass die NRHA Germany Mitglied der EFRHA sei, davon aber das SSP und dessen Gelder noch niucht berührt seien. Die Entscheidung soll erst auf der Mitgliederversammlung im kommenden Frühjahr fallen.

In der Präsentation der NRHA Germany praesentation_efrha_12.11.2016 wurden das Programm und die Vorteile dargestellt. Hierzu die NRHA Germany weiter: „Von Teilnehmerseite wurde angemerkt, dass gerade für kleine Züchter mit einem Hengst und ein paar wenigen Fohlen, die Nominierungsgebühr für den Hengst zu hoch ist und darauf verzichtet werden sollte. Bedenken der zu grossen Gewichtung von Gewinngeldern bei jungen Pferden wurden geäussert. Gerd Wilhelm wies darauf hin, dass Deutschland, resp. die NRHA Germany, durch ihre drei Sitze in der EFRHA, zusammen mit den Vertretern der übrigen europäischen Verbände das Programm mitgestalten kann. Und wenn Mehrheiten gefunden werden, in diese Richtung weiterentwickelt werden kann.“

Ein erstes Fazit: die NRHA Germany hat den Mitgliedern eine Fülle von Informationen gegeben. Jetzt müssen diese entscheiden.  Wer profitiert wirklich von dem neuen Programm? Sicherlich die Top 10 Open und auch Non Pro Reiter der Szene. Doch wie sieht es mit dem kleinen Züchter aus? Für ihn wird es sicherlich nicht billiger, denn es müssen in Zukunft Hengst und Fohlen einbezahlt werden. Die Einzahlung des Fohlens musste allerdings bisher schon für die European Futurity erfolgen.

Eine grundsätzliche Frage scheint mir  unberührt: in welcher Weise profitiert der Reiningsport in Deutschland wirklich von diesem Konzept? Unser aller Ziel ist, den Sport bekannter zu machen und auf eine breitere Basis zu stellen. Mehr Leute ans Pferd und an den Reiningsport bedeutet mehr verkaufte Pferde und mehr Trainingsstunden bzw. mehr Pferde zur Ausbildung für die Trainer. Und letztendlich mehr Attraktivität für Sponsoren. Es ist sehr fraglich, ob es ausreicht, einfach nur höher dotierte Events zu bieten…  Werden dadurch wirklich unsere Hengste mehr promotet und mehr für den Absatz getan? Und was ist mit den Non Pros, von denen der weitaus größte Teil nicht am Geld, sondern am Spaß am Reiten und Wettbewerb interessiert ist? Ihnen helfen weniger Turniere nicht.  Doch vielleicht fließt ja ein Teil des 25% Refunds aus dem Programm in geeignete Maßnahmen für die Basis…

Nicht vergessen sollte man auch die Wirkung, die eine hochdotierte 3-jährigen Bit Futurity in unserer Öffentlichkeit hat. Wollen wir das wirklich promoten, wenn wir eigentlich viel, viel mehr Fokus auf ältere und Aged Horses setzen müssten?

 

 

 

 

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