Platz vier für die deutsche Reining-Equipe bei der WM in Frankreich

(HPV). Nach der Pechsträhne vor den Weltreiterspielen in Frankreich präsentierten sich die deutschen Teilnehmer im Mannschafts-Wettbewerb mehr als beachtenswert. Dem Team fehlten im Endklassement lediglich 4,5 Punkte auf den Bronze-Rang. Die Goldmedaille sicherte sich Amerika mit der Gesamtpunktzahl 677,5, das silberne Edelmetall holte sich Belgien (663), und Österreich wurde mit der bronzenen Plakette ausgezeichnet.

Auf Rang vier mit 654 Punkten platzierten sich die deutsche Mannschaft um Bundestrainer Kay Wienrich (Ravensberg) und Equipe-Chef Nico Hörmann (Bünde).

In der Besetzung: Volker Schmitt (Parkstein, Score: 218) auf Smokin Mifillena, Grischa Ludwig (Bitz, 218,5) auf Ruf Tuf Juice, Nina Lill (Börnsborn, 210) auf GR Hug A Jewel und Alexander Ripper (Fürth/Kröckelbach, 217,5) auf Awesome Paleboy zeigte das Quartett in Caen, was möglich gewesen wäre, wenn nicht die Vorzeigerösser von Grischa Ludwig (Custom Del Cielo) und Alexander Ripper (Wild At The Bar) kurzfristig ausgefallen wären.

„Wir wollten eine Medaille holen – und diesmal wäre es auch möglich gewesen. Wir waren sehr nah dran. Auf Platz vier wollten wir bestimmt nicht landen.“, erklärte Nico Hörmann. Dennoch war der DOKR-Funktionär nicht missgestimmt und stellte fest: „Nach den drei Ausfällen im Vorfeld haben alle Reiter ihr Bestes gegeben. Keiner hat groß gepatzt, und deshalb bin ich zufrieden. Auf Grund der bekannten Tatsachen sehe ich es so, dass wir haben keine Medaille verloren, sondern Platz vier gewonnen haben.“ Nicht ganz glücklich war hingegen Nina Lill (Börnsborn), sie sagte: „Mein Pferd war zu Beginn nicht konzentriert genug, und beim ersten Drehen  haben wir uns einen Penalty eingefangen. Danach stimmte die Leistung. Aber ein Pferd ist nun mal keine Maschine. Doch es gibt auch wieder bessere Tage.“

Grischa Ludwig (Bitz), der seine Erfahrungen aus drei WM-Teilnahmen (2002, 2006, 2010) mit eingebracht hat, stellte zunächst einmal fest, dass „Die Organisation mit dem DOKR, den Pferdebesitzern sowie uns Reitern perfekt war. Und nur so konnten wir auch die drei Ausfälle kompensieren. Natürlich sind wir alle sehr enttäuscht, denn es wäre diesmal soviel mehr möglich gewesen. Aber wie sagt man so schön, nach Regen folgt auch wieder Sonnenschein. Schauen wir nach vorne: wir haben bereits zwei Pferde im Einzelfinale, und Alex kann es auch noch schaffen.“

 

 

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