30 Jahre Sattlerei Stegmann

(Ramona Billing) Die Sattlerei Stegmann feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum.

Was 1986 als Reitsport Stegmann für den klassischen Reitsport begann, ist heute einer der Haupttreffpunkte für den Westernreitsport im Odenwald und Rhein-Main Gebiet. Stegmann zählt seit Jahren zu den gefragtesten Sattelherstellern Deutschlands.  Michael Stegmann und sein Sohn Moritz bauen seit vielen Jahren hochwertige Westernsättel, von denen jeder ein Unikat ist. Sehr viele Kunden kommen aus dem Allround Bereich – genauso wie wie Top Reiter wie Oliver Wehnes, Felix Schnabel, Fabienne Krämer oder Susanne Flesch. Ein Bericht folgt im Januarheft des Quarter Horse Journals.

Michael Stegmann und seine Frau in der Werkstatt in Obernburg

Sohn Moritz ist wie sein Vater Sattler und arbeitet im Familienbetrieb mit.

“Unter dem Begriff “Maßsattel” verstehen wir nicht nur das individuelle Design, sondern viel mehr ein Maßnehmen des Sattelbaums für ein bestimmtes Pferd, eine bestimmte Reitweise und einen bestimmten Reiter”, so Michael Stegmann. “Seit über 30 Jahren arbeiten wir mit einem amerikanischen Sattelbaumhersteller zusammen. Die Rohlinge sind aus Pinienholz gefertigt und haben zum Schutz vor Feuchtigkeit und Verziehen ein Cover aus Rohhaut. Durch die verschiedenen Parameter, wie Schwung und Winkelung der Bars, Höhe und Breite der Gullet sowie Höhe des Cantles, kann man nun genau auf den Körperbau des Pferdes und Reiters eingehen. Natürlich haben wir auch Standard-Sattelbäume vorrätig, mit denen wir den Großteil der Heute im Sport gerittenen Pferde versorgen können. Wir haben aber auch die Möglichkeit auf Pferde mit untypischem Körperbau einzugehen.”

Es reicht aber nicht aus nur den Körperbau des Pferdes zu betrachten, die Reitweise und der Ausbildungsstand müssen ebenso berücksichtigt werden.  Ein Pferd, das in der Reining vorgestellt wird, braucht viel Bewegungsfreiheit in der Schulter für schnelle Spins und genug Raum, um seinen Rücken in den Stops und Rollbacks aufwölben zu können. Das Pleasurepferd muss seinen Rücken unter dem Westernsattel so bewegen können, dass es taktrein und schwungvoll alle Gangarten ausführen kann. Für das Freizeitpferd braucht man einen Sattelbaum, der das Reitergewicht bequem für mehrere Stunden auf dem Rücken des Pferdes verteilt, ohne Druckstellen hervorzurufen. Letzten Endes braucht es ein geschultes Auge, um alle Kriterien zur Passform zu berücksichtigen.