Starting a Colt – Maik Bartmann über den dreijährigen Appaloosahengst A Roosters Wrangler

Foto: Jürgen Seyler

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Seine Entwicklung begleitete ich schon seit er als Jährling zur Aufzucht auf die Alfs Ranch kam. Der kleine Bunte mit dem großen Herz war stets ein ganz Netter, freundlich und respektvoll war sein Kontakt zu den Menschen. So wuchs er sehr robust mit unseren Junghengsten in einer Herde auf großen Koppeln auf. Die Herdenhaltung machte sicher später einiges einfacher, als seine „Eltern“ Katrin und Tobias Lepschi den Jungspund mit knapp 2 Jahren zu sich nach Hause holten.

 

 

Im Februar 2015 ging es dann zu Maik Bartmann auf die Vineyard Ranch, nachdem sich die Lepschis sehr gründlich nach einem geeigneten Trainingsstall umgeschaut hatten. Rooster war noch roh, kannte gerade mal das Fohlen-ABC. Im Training auf der Vineyard Ranch sollte Rooster langsam an seinen Job als Reitpferd geführt werden, erst in 2016 und bei entsprechender Eignung war dann sein Turnierdebüt geplant.

 

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Foto: Jürgen Seyler

 

 

Doch der inzwischen um einiges größere und vor allem talentierte Appaloosahengst zeigte sich zur Freude seines Trainers sehr gelehrig. Ganz in den Fußstapfen seines berühmten Vaters Roosters Wrangler, der erfolgreich in den USA von Todd Bergen geshowt wurde und zu den erfolgreichsten Rooster Söhnen überhaupt zählt, machte er bei dem Training in Osthofen eine gute Figur. Seine Mutter ist übrigens Rustys Doc Peppy, die über ihren erfolgreichen Vater Rustys Lil Nugget jede Menge Reining- und Cowhorsetalent vererbt hat.

 

Dass er aber schon Anfang Oktober bei der EM der Appaloosa in der Reining an den Start gehen würde, hätten sich die Lepschis nie zu träumen gewagt: „Mooslargue war für Rooster das erste Turnier unterm Sattel mit dem Ziel zu sehen, wie er sich unter realen Turnierbedingungen benimmt. Ganz ehrlich, geplant war das erst für 2016, da er erst seit Mitte Februar 2015 roh zu Maik ging,“ berichtet Tobias Lepschi begeistert, „Wir hatten uns das niemals auch nur annähernd vorgestellt, dass er dann am 8. Oktober auf der EM der Appis an den Start geht.“ Der Familienhengst machte seinem „Ziehvater“ Tobias mit dem Platz auf dem Treppchen ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk, denn diese Ereignisse fielen auf den gleichen Tag.

 

Foto: Jürgen Seyler

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So wurde es nicht nur ein Übungslauf sondern auch gleich ein erfolgreicher Auftritt. Maik Bartmann konnte den Junghengst sauber in der ERAA Futurity vorstellen. Hier erreichten sie den Bronze-Rang, was ihn aber in der Klasse der 3 und 4jährigen Appaloosa gleichzeitig zum Besten 3jährigen machte. Das Gespür für besondere Talente des osthofener Trainers hat sich nicht das erste Mal bestätigt.

 

Die Lepschis zu ihrem Trainer befragt waren voll des Lobes über Maik Bartmann: „Wir könnten nicht zufriedener sein, ganz ehrlich, wir sind tatsächlich stolz, dass wir ihn für Rooster gewinnen konnten.“ Fachlich ein kompetenter Vollprofi bei seiner Arbeit als Trainer, Richter und Züchter, aber auch Tierfreund, toller Familienvater und korrekte ehrliche Haut – das alles höre ich von den Kunden über den Osthofener nicht zum ersten Mal. Katrin Lepschi fügt noch hinzu: „Ich denke, dass dieses Gesamtpaket aus Knowhow der Pferdeausbildung und Zucht welches seit Generationen weitergegeben und ausgebaut wurde, die Professionalität und Menschlichkeit gepaart mit der sympathischen Rheinhessischen Mentalität für uns einfach perfekt ist. Wer Maik mal auf einem seiner Kurse erleben oder mit ihm einen Tag auf einem Turnier verbringen durfte, wird sehr schnell verstehen, was ich meine. Ein hoch angesehener Horseman und Richter, wie man ihn international, wenn überhaupt nur selten findet, wohnt zum Glück nur wenige Autominuten von uns entfernt. Dass man absolut und rundum zufrieden ist, wenn man seine Schätze jemandem anvertraut, ist eher selten. Wir hatten das Glück mit der Vinejard Ranch zusammen zu arbeiten, auf die das vollends zutrifft!

 

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Wir wollen nun erfahren, was Maik Bartmann über seinen Schüler zu berichten weiß:

 

 

 WJ: Maik, was war Dein erster Eindruck von dem Pferd als Du ihn zum ersten Mal gesehen hast?
Als ich Rooster das erste Mal sah, da war er gerade mal 2, konnte ich schon einige Eigenschaften feststellen die einen positiven Eindruck bei mir hinterließen. Zum einen sein überdurchschnittliches Bewegungspotential sowie sein ausgezeichnetes Nervenkostüm. Mir war eigentlich relativ schnell klar, dass wenn er auch nur halberlei Talent haben sollte, eine reale Chance bestehen würde, ein gutes Showpferd aus ihm zu machen.

 

 

WJ: Wie war er zu trainieren und für die Show vorzubereiten?
 Er war von Anfang an sehr kooperativ und willig und hatte sehr selten Formtiefs oder Ähnliches. So ging es eigentlich auch überdurchschnittlich schnell mit ihm voran. Als Vorbereitung zu seiner ersten Show in Mooslargue war ich nur einmal für zwei Tage außerhalb bei einem Trainerkollegen zum Trainieren. So konnte ich sehen, wie er sich auf einem anderen Platz verhält und wusste etwas genauer, was mich in Mooslargue erwarten würde.

Es blieb aber ohne große Überraschungen und er akklimatisierte sich sehr schnell, so dass ich ihn ähnlich wie zu Hause arbeiten konnte.

 

 

WJ: Wie war er bei seinem ersten Turnier?
Die Appaloosa EM in Mooslargue war sein allererstes Turnier überhaupt. Unser Ziel war eigentlich zu sehen, wie er sich tatsächlich auf einer Show zeigt und ob sein Leistungspotential abrufbar ist. Er hat sich genauso gezeigt wie wir es uns erhofft hatten – ehrlich, leistungsbereit und absolut unbeeindruckt ob der Turniersituation. Das erklärte Hauptziel war es, ihn in der Reining Futurity Klasse gut aussehen zu lassen, was dann schlussendlich mit einem dritten Platz als bester 3jähriger auch gelungen ist.

 

 

WJ: Wie sieht es mit einem Deckeinsatz aus, was ist geplant?
Wir lassen uns überraschen, 2016 wird seine erste Decksaison sein. Ernste Anfragen und Gespräche sind bereits getan, das Interesse an ihm ist also definitiv geweckt.

 

 

WJ: Welcher Typ Stuten (Gebäude, Blutlinien) eignet sich für diesen Hengst am besten?
Das wird die Zukunft erst noch so richtig zeigen. Ich würde behaupten wollen, dass jede Performance gezogene Stute zu ihm passen könnte.

 

 

WJ: Was magst Du besonders an diesem Pferd ?

Seine absolut unkomplizierte Art, seine Leistungsbereitschaft und Beständigkeit im Training.

 

 

WJ: Du hast bereits Quater und Paint Horses erfolgreich geshowt. War die Appaloosa EM eine besondere Erfahrung für Dich?

Der Rahmen war vielleicht etwas familiärer als ich das bisher von Turnieren dieser Kategorie kannte, aber es war eine gut organisierte Show auf einer der schönsten Anlagen Europas mit perfekten Bedingungen für Pferd und Reiter.
 

 

WJ: Was ist für die Zukunft geplant?
Das ist immer schwer im Vorfeld zu sagen. Wir planen definitiv eine Saison mit einigen Shows für 2016. Der Schwerpunkt wird wahrscheinlich noch auf Working Cowhorse ausgeweitet werden. Schön wären 2 Titel als Saisonabschluss in Aachen im nächsten Jahr.

 

 

WJ: Gibt es sonst noch etwas zu sagen?
Ein dickes Dankeschön  möchte ich noch aussprechen an die Besitzer diese Ausnahmehengstes. Katrin und Tobias Lepschi habe mir diese Pferd im Februar 2015 anvertraut, und ich hatte wirklich eine tolles Jahr mit Ihnen. Wir haben gemeinsam viel erreicht und ich freue mich schon jetzt auf 2016 !

 

 

WJ: Vielen Dank, Maik, für Deine Auskunft und weiterhin viel Erfolg bei Deiner Arbeit

 

 

 

 

 

3 Kommentare zu Starting a Colt – Maik Bartmann über den dreijährigen Appaloosahengst A Roosters Wrangler

  1. Super toller Hengst !

  2. Gratulation zu dem tollen Bericht.
    Bin sehr auf 2016 gespannt was wir von dieser Reiter/Pferd Kombi zu sehen bekommen. Weitere Info´s zu Rooster findet man auch unter https://www.facebook.com/Aroosterswrangler

  3. Herzlichen Glückwunsch an Familie Lepschi und Maik Bartmann! Ihr seid ein tolles Team und wir sind stolz auf unsere Nachzucht ARoosters Wrangler!

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