FEI-Europameisterschaft-Reining: Silbermedaille für die deutsche Equipe.

(HPV). Bei den zum siebten Mal ausgetragenen FEI-Europameisterschaften der Westernreiter, sicherte sich die deutsche Reining-Equipe in der Aachener Soers zum dritten Mal (2005, 2011, 2015) das silberne Edelmetall. In der Besetzung Grischa Ludwig (Bitz) mit Shine My Gun, Volker Schmitt (Parkstein) mit Smokin Milillena, Stephan Rohde (Kamp-Lintfort) mit Smarty Diamond und Elias Ernst (Windeck) mit USS N Dun It, musste das deutsche Quartett lediglich Italien den Vortritt lassen.

„Wir haben Silber gewonnen und nicht Gold verloren“, sagte Grischa Ludwig nach dem Mannschafts-Wettbewerb bei Sabine Hartelt am Mikrophone beim Westdeutschen Fernsehen (WDR). Der deutsche Frontmann bei den Westernreiter in der Aachener Soers erklärte auch warum: „Alle vier Italiener haben heute eine sehr gute Mannschaftsleistung gezeigt und demzufolge auch verdient gewonnen. Punktum.“

Bevor Grischa Ludwig in die Arena zum Finale einritt lag die deutsche Equipe mit 434,5 Zählern weit abgeschlagen im Gesamtranking. Grischa erzählt: „Ich hatte mir vorgenommen, jetzt setzt du alles auf eine Karte. Trotzdem durfte ich aber die Kontrolle nicht verlieren. Ich wusste halt, dass mein Hengst ‚Shine My Gun’ in der Lage ist, und eine 223/224 – oder gar mehr laufen kann. Aber zwei kleine Patzer waren halt zuviel. Die Punktzahlen der Richter waren dementsprechend, aber fair.“

Zum Auftakt legte Volker Schmitt (Parkstein) im Sattel von „Smokin Milifillena“ einen 217er-Score vor. Nach den ersten Startern lag damit das Team Germany in Führung. Als Nummer zwei in der Startfolge des Teams ritt der „Debütant“ Stephan Rohde (Kamp-Lintfort) mit „Smarty Diamond“ in die Bahn. Was folgte schockte die Mannschaft und war so bestimmt nicht eingeplant. Aufgrund eines Kratzers an seinem Pferd erhielt Rohde „No Score“ und lieferte damit bereits das Streichergebnis. Eine Situation die sicherlich nicht zum Vorteil der noch folgenden Reiter war, da sich der Druck auf eine gute Wertnote bei Ernst und Ludwig deutlicht erhöhte.

Freude im deutschen Team verbreitete danach der zweite „Neuling“, Elias Ernst (Windeck) auf „USS N Dun It“, seinen Mannschaftskameraden. Seinen Lauf bewerteten die Wertungsrichter einer 217,5 und somit brachte er die deutsche Equipe wieder ins Spiel um die begehrten Podiumsplätze. Der Rest ist Geschichte: Grischa Ludwig erhielt eine 221,5 für seine Vorstellung und damit fehlten der deutschen Mannschaft im Endklassement zwei Punkte um mit Italien noch gleichzuziehen. Mit Bronze wurde die Mannschaft der Niederlande (637), mit der Dressur-Olympiasiegerin Anky van Grunsven, ausgezeichnet.

Für das Einzelfinale haben sich bisher neben den Medaillengewinnern Grischa Ludwig mit „Shine My Gun“ (Besitzerin: Stephanie Madaus) auch Elias Ernst und Volker Schmitt qualifiziert. Außerdem hat Oliver Stein, der mit „Timbers Whizzer“ einen klasse Ritt hingelegt hat, der mit 217,5 Punkten belohnt wurde, den Sprung ins Finale geschafft. „Jetzt heißt es auf ein Neues – und sich auf den Einzel-Wettbewerb zu konzentrieren. Eine Medaille haben wir schon und eine weitere ist durchaus möglich. ‚Schaun mer mal’, was unter dem Strich dabei heraus kommt“, schaut Grischa Ludwig der Prüfung optimistisch entgegen.

Quelle: H.-P. Viemann

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